45. Harzquerung / Wernigerode
Von Nord nach Süd durch den Harz
25. April 2026
Bericht: Rudolf, Fotos: Bettina, Rudolf
Wie im vergangenen Jahr reisten wir, Bettina, Pauline und ich, zur Harzquerung nach Wernigerode, wobei Pauline nicht am Lauf teilnahm. Wir reisten schon am Dienstag Nacht an und hatten drei tolle wolkenlose Tage. Insbesondere für den Brocken, auf den wir am ersten Tag wanderten, ist dies ungewöhnlich, da er an circa 300 Tagen von Nebel oder Wolken umhüllt ist.
Am Lauftag (Samstag) machte Bettina einen Frühstart um 6 Uhr. Beim Frühstart konnte Bettina die Startzeit wählen. Man läuft dann außerhalb der Zeitmessung und gibt die selbst gestoppte Zeit im Ziel an den Zeitnehmer weiter. Ein sehr entgegenkommendes Angebot für etwas langsamere Läufer. Walker starten auch zwischen 5 und 6 Uhr. Wie im letzten Jahr hatten wir eine gut gelegene Ferienwohnung von der man zu Fuß in 10 Minuten den Start erreichte. Es war noch ziemlich kühl und auch etwas Nebel und Wolken waren vorhanden.
Ich startete dann um 8:30 Uhr zu meinem Lauf. Mittlerweile hatten sich die Wolken verzogen und ein strahlend blauer Himmel verhieß einen tollen Tag. Dies blieb auch den ganzen Tag so, manchmal war es etwas warm, oft wehte aber auch ein stärkerer Wind.
Die Harzquerung durchquert den Harz von Norden nach Süden, von Wernigerode nach Nordhausen. Die Strecke betrug circa 54/55 km und weist etwa 1200 Höhenmeter auf. Man kann auch die halbe Strecke bis Bennekenstein (26 km) oder von Bennekenstein nach Nordhausen (30 km) laufen. Es wird auf Wegen und Pfaden und auch mal durch Orte gelaufen, ursprünglich überwiegend durch Wald, mittlerweile aber auch durch viele freie Flächen, auf denen der Wald wegen des Borkenkäfers gerodet werden musste. An den Stellen, die schon länger gerodet wurden, wird die Landschaft wieder etwas grüner und auf den kahlen Flächen wachsen wieder Büsche und kleine Bäume. Es wird sich wohl in Zukunft eine grüne Landschaft mit deutlich weniger Nadelbäumen neu bilden.Nach dem Start führte die Strecke zunächst länger aufwärts (etwa 3 km und 150 Hm), bis man die Harz Hochfläche erreicht hat.
Weiter führte die Strecke in stetigem auf und ab, vorbei an der Zilliertalsperre (kurz vor km 5) mit einem ersten Blick auf den höchsten Gipfel des Harzes, den Brocken. Der Blick begleitete uns die nächsten Kilometer. Weiter ging es vorbei am ersten Verpflegungsposten bei km 11 nach Rothehütte und weiter etwas ansteigend zur zweiten VP bei etwa km 22. Hier war auch die Verzweigung zwischen 26 km Strecke und 53 km Strecke.
Mit etwas weniger Läufern, dafür aber mehr Wanderern, die früher gestartet waren, ging es weiter auf und ab, einmal auch mit einem mit Seilen gesicherten Abstieg, durch Trautenstein bis Sophienhof mit der 3. VP (km 32,5). Von hier ging es kontinuierlich fallend bis zur Station Netzkater (km 36,5). Die beiden ersten Bilder zeigen, wie die Natur sich neu entwickelt (auf dem ersten Bild mit dem Markierungsband des Laufes).
Es folgte der steilste und längste Anstieg der Strecke zum Poppenberg (4 km, 300 Hm). Da kann ich dann auch nur noch „wandern“. Am Gipfel steht ein Aussichtsturm und eine VP war eingerichtet. In diesem Jahr und bei dem Wetter gönnte ich mir den Aufstieg auf den Turm mit phantastischer Sicht bis zum Brocken (erstes Bild) und zum Ziel nach Nordhausen.
Weiter ging es länger bergab aus dem Harz hinaus bis nach Neustadt (km 46,5), ein nettes kleines Städtchen, wo sich auch eine weitere gut bestückte VP mit leckeren Bärlauch-Broten befand.
Die Hauptanstiege waren nun vorbei, es folgten aber noch drei kürzere, aber steile Anstiege und eine VP (km 49,5) bevor die Läufer hinab ins Ziel nach Nordhausen laufen. Bettina erreicht das Ziel nach 9:46 Stunden, eine sehr gute Leistung bei eher weniger Training. Ich erreichte in 7:21 Stunden das Ziel und war zufrieden mit der Zeit. Zurück ging es dann im Bus wieder nach Wernigerode.
Die Harzquerung ist eine sehr schöne Laufveranstaltung mit abwechslungsreichen Wegen und Landschaften.
















