53. Gutsmuths Rennsteiglauf / Schmiedefeld (Thüringen)
Traditionslauf im Thüringer Wald
9. Mai 2026
Bericht: Ursel, Fotos: Ursel, Rudolf
Der Rennsteig ist ein etwa 169 km langer Kamm- sowie ein historischer Grenzweg im Thüringer Wald. Sein Wegzeichen ist ein weißes "R". Er beginnt in Eisenach und endet in Blankenstein an der Selbizbrücke.
Der Gutsmuths - Rennsteiglauf findet seit 1973 jährlich Mitte Mai statt. Es werden verschiedene Distanzen Halbmarathon, Marathon und 73,9 km angeboten. Dazu kommen die Wanderer und Walker, die sich im Anschluss auf die Strecke machen.
Rudolf und Bettina sind in diesem Jahr das 12. mal am Start, für Ingo und mich ist es das 3. mal, davon sind wir 1 mal den langen Kanten von 73 km gelaufen.
Ingo und ich fahren 2 Tage vor dem Lauf nach Suhl und genießen die Landschaft um Lauscha und Saalefeld. In Meiningen schauen wir uns das älteste Theater an, in Lauscha besichtigen wir eine Glasbläserei und in Saalefeld bestaunen wir die farbenfrohe und prächtigen Feengrotten.
Es ist leider recht kühl und zeitweise setzt leichter Nieselregen ein. Am Marathontag soll es jedoch trocken bleiben.
So stehen wir am Renntag morgens in Neuhaus bei recht frischen 3 Grad am Start. Wir sind überrascht, denn trotz der Menschenmenge treffen wir Rudolf und machen vor dem Start noch schnell ein Foto.

Pünktlich um 9 Uhr werden wir aus dem Stadion stimmungsvoll mit einem Schneewalzer auf die lange „Fußreise“ geschickt. Es wird geschunkelt und gesungen, für mich absolute Gänsehautstimmung.
Gleich am Anfang führt uns ein gemäßigter langer Anstieg den Ort hinaus. Wo man hinschaut nur Läufer und alle sind super gut drauf.
Die gesamte Strecke ist wellig mit 2 steileren Anstiegen, bei km 19 dem Masserberg und bei km 33 den Dreiherrnstein.
Ein erstes Highlight ist nach 6 km der Stausee Scheibe-Alsbach, der von Bäumen umrundet wunderschön an der Strecke liegt. Wir wechseln immer wieder von breiten Waldwegen auf Pfade und nach dem Masserberg führt uns sogar ein längerer Trail abwärts ins Tal.
Leider hat der Borkenkäfer, wie im Harz, auch hier ganze Arbeit geleistet, viele abgestorbene und kahle Bäume säumen den Wegrand.
Für unsere Power sorgen alle 6 km außerordentlich gut bestückte Verpflegungspunkte, es gibt Schmalz-, Käse- und Wurstbrote, Bananen, Apfelstücke sowie den legendären Rennsteig-Haferschleim! Immer gut gelaunte Helfer und viele fleißige Hände versorgen uns mit Getränke wie Apfelschorle, Tee, Cola, Iso und Wasser.
Ein letzter längerer Anstieg führt zum Dreiherrnstein.
Von dort laufen wir über einen steilen Berg in Richtung Frauenwald. Nach einer längeren Abwärtspassage kommen wir in Schmiedefeld an.
Hier fordert uns ein letztes Mal eine langgezogene Steigung zum Ziel. Entlang der gesamten Zielschleuse stehen Zuschauer klatschen und feuern uns zum Endspurt an.
Was für eine tolle Stimmung, wir werden sozusagen von den Zuschauer ins Ziel getragen!
Rudolf flitzt uns wie immer voraus und hat eine Zielzeit von 4:53 Stunden, Ingo und ich sind in 5:41 Stunden im Ziel und Bettina hat es in 6:41 Stunden geschafft.
Fazit: Ein sehr stimmungsvoller Landschaftslauf, fast auf der gesamten Strecke sind Leute, die uns Läufer anfeuern. Beste Organisation und absolut gute Verpflegung, man merkt es steckt viel Herzblut in diesem Lauf.



















