6. Losheimer Trailfest / Losheim
hitziger Lauf von der Orscholz nach Losheim
27./28. Juni 2026
Bericht: Rudolf, Fotos: Rudolf
Seit es diesen Lauf gibt war ich jedes Jahr dabei, mal eine 24 km Runde, mal 48 km. So meldete ich mich auch dieses Jahr für die interessante und neu geplante 50 km Strecke von Orscholz nach Losheim. Daneben hatte der Veranstalter auch eine 100 km Strecke neu geplant. Beide strecken starteten morgens, die T100 um 4 Uhr, die T50 vorverlegt um 9 Uhr. Daneben wurde am Abend noch die 14 km Distanz ausgetragen. Am nächsten Tag wurde die 24 km Distanz ausgetragen. Ich übernachtete auf dem Campingplatz.
Zwei Wochen vorher sah es so aus, dass die Extremhitze abebben sollte, leider war das Gegenteil der Fall. Es sollte das Wochenende mit Rekordtemperaturen geben, am Samstag in Saarbrücken-Burbach mit 41,4 Grad. Der Veranstalter hat sich viel Mühe gegeben und den Lauf nicht abgesagt. Sinnvollerweise wurden die langen Distanzen reduziert, 100 km auf 73 km und 50 km auf 33 km. Und auch die Startzeiten wurden verändert.
Der Start der T50 (33 km) wurde um eine Stunde vorverlegt auf 9 Uhr. So starteten die Transferbusse schon um 7:30 Uhr in Losheim bei noch angenehmen Temperaturen. Am Start am Atrium in Orscholz merkte man dann aber schon die Temperaturen.
Die Strecke verlief aber zu über 90 % im Wald. Zunächst liefen wir eine schöne Runde um Orscholz herum mit dem Highlight (immer wieder) der Saarschleife und dann den wurzeligen und steinigen Pfad hinab zur Saar. Nun war auf der 50 km Originalstrecke nochmals ein Anstieg in einem Seitental und dann über die Schleuse eine Schleife zur Burg Monclair geplant. Dies wurde komplett gestrichen um möglichst den heißesten Teil an der Saar noch relativ früh zu laufen. So liefen wir der Saar entlang direkt bis Mettlach, wo es schon drückend warm war, aber wenigsten etwas Wind wehte.
Wir durchquerten Mettlach und kamen nach einer kurzen Steigung nach etwa 11 km zum Schloß Ziegelberg, wo die erste VP war. Dort war auch eine Wasserschlauch zum "Duschen" aufgestellt. Mit viel Wasser, aber auch Iso und Cola konnten wir den Wasserbedarf wieder decken. Man hat von hier einen schönen Blick auf Mettlach und die Saar.
Weiter führte die Strecke trailig und steil aufwärts auf dem Saar-Hunsrück Trail zum Herrgottstein (ohne Ausblick), und von dort trailig wieder abwärts. Es folgte ein steiler Aufstieg im Wald und weiter leichter ansteigend, aber in offenem Gelände bis nach Wollscheid. Ein leichter Wind wehte hier wenigstens. Weiter ansteigend erreichten wir den Wollscheidkopf und dann wieder fallend das Saarhölzbachtal mit der zweiten VP bei etwa 18,5 km. Neben den Getränken gab es dort einen Brunnen mit kaltem Wasser, mit dem ich insbesondere den Kopf abkühlen konnte.
Nun, wieder ständig im Wald, folgten wir immer ansteigend den Premium Wanderweg Steinhauerweg an Felsen vorbei bis zum Rand von Britten mit der dritten VP bei etwa km 22,5. Der Anstieg war geschafft, dem Premium Wanderweg Waldsaumpfad folgten wir nach Hausbach. Vor Hausbach führt der Weg am Waldrand entlang, teils ohne Schatten. Die Hitze stand hier. In Hausbach (etwa km 26) war die vierte (und letzte) VP. Nochmals viel trinken und duschen unterm Wasserschlauch
Noch 7 km waren zu bewältigen. Weiter ging es, zunächst dem Wanderweg Waldsaumpfad folgend, im Wald wieder aufwärts zum Losheimer Stausee. Dort geht es einem schönen Pfad dem See entlang bevor etw 1 km vor dem Ziel noch ein steiler und sehr wurzeliger Anstieg folgt. Mittlerweile war auch ich etwas erschöpft und sehr froh, als ich in 4:49 Stunden im Ziel war. Ich war aber zufrieden, bei den Temperaturen hatte ich schon mit 5 Stunden gerechnet.
Ursel und Ingo waren Schlußläufer einer 10 km Teilstrecke der T100 (73 km) Strecke vom Vogelfelsen in Saarhölzbach über Mettlach hoch zum Atrium, dem Start der T50 Strecke. Von den T100 Läufern musste dann doch einige aufgeben und auch Ursel und Ingo starteten mit den letzten Läufern erst um 11 Uhr am. Das Wetter hat zu dieser Zeit auch sie stark gefordert.
Danke an Sven für die ganze Mühe, die sinnvolle Verkürzung und gute Streckenführung, die möglichst längere Passagen außerhalb des Waldes vermieden hat. Es waren über die Premium Wanderwege tolle Pfade dabei, so wie ich mir die Trails wünschw, wenn das Laufen da auch mehr Konzentration erfordert. Dank auch den freundlichen Helfern an den VPs und allen anderen Helfern. Es war an diesem Tag für alle eine besondere Herausforderung. Vielleicht passt es im nächsten Jahr besser und wir können auch über Monclair laufen.

















