Mayrhofen Ultraks / Mayrhofen (Österreich)
50 km / 3200 HM
Alpiner Lauf im Zillertal
05. September 2026
Bericht: Rudolf, Fotos: Rudolf, Anna, Sportograf (gekauft)
Die Mayrhofen Ultraks ist ein Traillauf über verschiedene Distanzen. Der Ort Mayrhofen liegt am Ende des Zillertales auf nur 628 m, die längeren Distanzen führen aber in alpines Gelände. Nachdem ich im letzten Jahr die MUZ30 (30,3 km, 2000 Hm) Strecke gelaufen war, wollte ich mich in diesem Jahr an die nächst längere Strecke RK50 (50 km, 3200 Hm) heranwagen. Neben diesen beiden Läufen werden noch die Strecken Z101 (101 km, 7600 Hm), TUX070 (70 km, 4000 Hm, ab Hintertux), MUZ14 (14,5 km, 900 Hm), Mountopolis Vertical (Ziel am Berg, 8,5 km, 1250 Hm), Sprint (7 km, 350 Hm) und Kinderläufe angeboten.
Wie im letzten Jahr habe ich auch in diesem Jahr eine Hüttentour (u.a. Becherhaus auf 3195 m) in den Alpen unternommen. Da der höchste Punkt bei der RK50 über 2600 m liegt, ist eine Akklimatisierung ohnehin anzuraten.
Am Vortag holte ich die Startunterlagen ab und schaute dem Start des Z101 um 17 Uhr und danach den Kinderläufen (Parcour mit kleinen Hindernissen) zu. Es war ein wolkenlos schöner Tag, allerdings mit fast 30 Grad sehr warm.
Der Z101 ist ein technisch schwieriger Trail über den Berliner Höhenweg mit dem höchsten Punkt auf 3123 m, es wird über Nacht gelaufen und Zeitlimit ist am nächsten Tag um 24 Uhr. Von den 104 Startern erreichten nur 34 das Ziel innerhalb des Zeitlimits. Der Sieger benötigte 18:18 Stunden, eine unglaubliche Leistung. Das nur nebenbei, mein Lauf war auch technisch deutlich einfacher.
Am Lauftag war das Wetter ziemlich schlecht mit Schauern um die Mittagszeit herum und Temperaturen nur noch knapp über 20 Grad vorhergesagt. Dass es dann schon früh morgens vor dem Lauf einen Schauer gab, hatte kein Wetterbericht vorhergesagt. Zum Start um 7 Uhr war es dann trocken, aber durchgehend bewölkt und angenehm warm. Ein bisschen nervös war ich schon, denn auch ich hatte ein Zeitlimit von 12 Stunden für die Strecke.
Wie auf der Profilkarte zu sehen, geht es auf den ersten 20 km nahezu nur aufwärts (von 628 m bis zum höchsten Punkt auf 2688 m). Bis auf kleinere nicht so steile oder gar fallende Streckenabschnitte kann ich da auch nur noch (schnell) gehen. Den ersten Teil bis zur Granatalm kannte ich von letztem Jahr, erst danach trennte sich die RK50 Strecke.
Zunächst ging es etwa 2 Kilometer schwach ansteigend und aspahaltiert durch den Ort und dann auf einem Weg leicht wellig weiter. Danach folgte ein steiler Aufstieg in Serpentinen überwiegend im Wald zur Gschösswand (1767 m, km 8,5). Zwischendurch boten sich auch mal Blicke in die Bergwelt. An der Gschösswand war die Waldgrenze und die Hochfläche erreicht und auch die erste Verpflegungsstelle mit Wasser, Iso, Banane, Wassermelone, Kekse, Schokolade und Nüssen eingerichtet. Danke den freundlichen Helfern an allen VPs für die Versorgung der Läufer.
Weiter leichter ansteigend über die Hochfläche an der Granatkapelle in Form eines Quaders vorbei wurde die Granatalm (km 13) und der Penken (2095 m) erreicht. Hier befand sich auch die zweite VP. Die Frau eines Kollegen, der die MUZ30 lief, stand hier. Das Wetter hatte sich mittlerweile verschlechtert und es sah nach Regen aus.
Weiter ging es aufwärts zur Wanglspitz und leicht fallend bis zum Horbergjoch (km 18,5, 2470m) mit der dritten VP. Hier erwischte mich dann ein Schauer und ich war auch wegen dem ziemlich kalten Wind froh um die mitgenommene Regenjacke. Nach einem weiterer Anstieg war dann bei km 20 der höchste Punkt auf 2688 m erreicht (kurz unter dem Rastkogel, der 2762 m hoch ist). Es hatte wieder aufgehört zu regnen, war aber kalt und ziemlich windig.
So war ich froh, dass es nun abwärts ging und auch etwas windgeschützt war. Zunächst war der Abstieg sehr steil und steinig. Später flacher querend wurde die Rastkogelhütte (km 25,5, 2124 m ) mit einer weiteren VP erreicht. Das Wetter hatte sich gebessert und es war teilweise sogar sonnig. Die Regenjacke konnte ich wieder ausziehen.
Nochmals folgte ein Anstieg zum Kreuzjoch (2328 m). Von dort ging es relativ flach auf einem schönen und an wenigen Stellen versicherten Grat entlang zum Rauhenkopf. Man konnte die schönen Ausblicke genießen trotz der vielen Wolken. An den Gipfeln war die Bergwacht postiert.
Nun folgte ein längerer Abstieg, am Ende auf einem Sträßchen über Melchboden zum Almhof Roswitha (km 34, 1410 m) mit weiterer VP. Hier war die einzige Cut-Off Zeit auf der Strecke mit 16:30 Uhr gesetzt. Ich erreichte fast 2 Stunden früher den Almhof und konnte die restlichen 15 km in Ruhe laufen. Eigentlich natürlich erst mal gehen, es folgte ein letzter größerer Anstieg über 300 Höhenmeter bis zur Gschösswand (km 40,5, 1767 m) mit VP, die wir schon auf dem Hinweg passiert hatten.
Noch einmal war eine kleine Schleife zum Restaurant Zimmereben zu bewältigen, am Ende ziemlich steil und mit Eisentreppen versehen. Von dort ging es weiter abwärts und wie auf dem Hinweg durch den Ort ins Ziel das mit einem roten Teppich ausgelegt war.
Ich erreichte das Ziel in 10:30 Stunden und war sehr zufrieden mit dem Verlauf. Im Ziel gab es dann im Startpreis inbegriffen ein Getränk und ein Nudelgericht. Natürlich wählte ich in Österreich die Kässpätzle.
Es war ein schöner Lauf auf anspruchsvollen aber meist gut laufbaren Wegen und Pfaden mit leider nicht so guter Aussicht wegen des Wetters. Es war gut organisiert und die Strecke sehr gut markiert.























